Mörderstund' ist ungesund

22.06.2015 19:25

Gesehen am 20.6.2015 um 20.00 Uhr von Hans-Jürgen Olszewski in der Wentorfer Bühne

Ein gelungener Abend bei der Wentorfer Bühne

Die spontane Entscheidung, aus dem Bauch heraus die Wentorfer Bühne e.V. mit dem Stück "Mörderstund' ist ungesund" zu besuchen, hat sich als wahrer Glücksfall herausgestellt. Nicht nur weil die Darbietung selbst amüsant, gut rübergebracht und äußerst kurzweilig ablief, auch weil man den Eindruck gewann, dass der Einzelne, der Verein, das Ensemble und die Gemeinde gut funktionieren.

Der rote Faden des Stückes: Schloss Putzstein wird als Irrenanstalt von Freiherr von Putzstein und neuer Lebensgefährtin und Leiterin Frau Dr. Kümmersbrück geführt. Noch-Ehefrau von Putzstein taucht plötzlich mit einer Unternehmensberaterin auf und möchte aus dem Schloss ein profitables Casino machen. Das stößt bei den Insassen, den Mitarbeitern und natürlich bei der Leitung des Hauses auf Ablehnung. Der Freiherr engagiert einen Auftragskiller mit Decknamen 'Gärtner'. Freiherrin von Putzstein bestellt einen Landschaftsgärtner, um Rodungsarbeiten durchführen zu lassen.

Das Verwirrspiel beginnt und Kommissarin Klara Fall nebst Assistentin Witzig ( klarer Fall für witzige Wortspiele ) müssen aber feststellen, dass doch nicht immer der/die Gärtner Mörder sind. An der Lösung des Falls ist auch der Sohn des Polizeipräsidenten beteiligt, weil er das Tagebuch einer Patientin mit der Planung der Morde entdeckt. Mit Hilfe des Patienten, der sich selbst Attila nennt und am Ende doch nicht verrückt ist, gelangen die Beweise in die Hände der Kommissarin und der Fall ist geklärt!

Fazit: Die Inszenierung, die Interpretation einzelner Rollen bis hin zum Bühnenbild samt Requisiten sind in sich schlüssig und
exzellent ausgeführt. Hervorzuheben, wenn auch nur in Nuancen – sind die Insassendarsteller Nero und Napoleon. Letzterer brachte es fertig, neben Gestik, Mimik und Körperhaltung ( verrückt und napoleonisch ) den französischen Akzent à la 'Fronkreisch' ununterbrochen einzusetzen. Ein gelungener, unterhaltsamer Abend samt Pause mit der Versorgung von Getränken bis hin zu einem abschließenden Beisammensein im kleinen Kreis.

Danke sagt Hans- Jürgen Olszewski als begeisterter Zuschauer

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